Willkommen, lass uns gemeinsam sanft wachsen
Viele glauben, sanftes Yoga bedeute einfach weniger Anstrengung—das ist ein verbreiteter Irrtum, den ich immer wieder sehe. Wer nur an der Oberfläche kratzt, spürt vielleicht
Entspannung, aber selten diese tiefere, fast greifbare Verbindung zwischen Körper und Bewusstsein, die sich mit echter Kompetenz einstellt. Mit unserer „health“-Philosophie lernen
Teilnehmende, wie subtile Wahrnehmung und gezielte Impulse ein neues Verständnis von Gesundheit schaffen—nicht nur für sich selbst, sondern auch im Austausch mit anderen. Einmal sah
ich, wie eine Teilnehmerin nach Wochen plötzlich ihre Atmung ganz anders einsetzte; sie wurde ruhiger, fast geerdet, und das blieb spürbar im Raum. Wirklich spannend wird’s, wenn
alte Gewohnheiten aufbrechen und Raum für eine Balance entsteht, die nicht nach Lehrbuch klingt, sondern sich lebendig anfühlt. Wer das einmal erfahren hat, erkennt den Unterschied:
Zwischen einem „Ich weiß, wie es aussieht“ und einem „Ich weiß, wie es sich anfühlt und was es bewirkt“.
Die Struktur dieses sanften Yoga-Kurses ist überraschend klar, fast beruhigend in ihrer Einfachheit. Es gibt vier Module—jedes mit eigenem Rhythmus, nicht starr voneinander
getrennt, sondern eher wie ineinanderfließende Flüsse. Die erste Einheit öffnet mit einer Einladung zur bewussten Atmung, gefolgt von kleinen Bewegungssequenzen, die sich erst
zaghaft, dann mit wachsendem Selbstvertrauen entfalten. Besonders reizvoll finde ich die „Morgenlicht-Praxis“ im dritten Modul; sie beginnt noch im Sitzen, während draußen
vielleicht der Regen gegen das Fenster trommelt. Einmal hat jemand vergessen, die Matte auszurollen, und saß einfach auf dem Teppich—das war ein Moment, der mich zum Schmunzeln
brachte. Was alles verbindet, ist die Art, wie gelernt wird: nicht durch bloßes Nachmachen, sondern durch neugieriges Hineinspüren. Die Anleitungen sind oft wie Fragen
formuliert—„Wie fühlt sich diese Drehung heute an?“—und fordern auf, nach innen zu horchen, statt nur äußerlich zu kopieren. Manchmal bleibt Raum für kleine Pausen, in denen das
Geübte nachwirkt, fast wie ein Echo. Das eigentliche Gewicht liegt für mich auf dem Ermutigen, eigene Grenzen zu erkunden, und ja, manchmal auch zu akzeptieren, dass ein Handgelenk
zwickt, ohne gleich eine Lösung parat zu haben. Dieses behutsame, manchmal fast poetische Lernen zieht sich wie ein roter Faden durch alle Abschnitte—und gerade das macht die Reise
aus.